SYNERGO - TECHNOLOGIE

Synergo® – Intravesicale Radiofrequenz-induzierte Thermo-Chemotherapie für die Behandlung von Nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinom

Synergo® ist eine fortschrittliche, minimal-invasive Technologie zur Behandlung des nicht-muskelinvasiven Harnblasenkrebs (NMIBC). Grundlage der Behandlung ist die kontrollierte RF-Bestrahlung, auch nicht-ionisierende Mikrowellenbestrahlung genannt, des oberflächlichen Blasengewebes zusammen mit Instillationen einer gekühlten chemotherapeutischen Substanz (Thermochemotherapie) in die Blase. Der Patient wird ambulant, ohne dass eine Betäubung notwendig ist, in einer Serie wöchentlicher ca. 1-stündiger Sitzungen behandelt.

Das Synergo®-Systems ist ein Computer-gestütztes intravesikales Irrigationssystem das mit einem Radiofrequenz-Generator der RF-Energie von 915 MHz (niedriger Microwellenfrequenzbereich) liefert, verbunden ist. Diese Kombination wird durch das Medikamentenzirkulationssystem und einen Microprozessor mit spezifischer Anwendungssoftware vervollständigt.

Das Behandler-Interface besteht in dem eingebetteten Computer. Der Computer ist mit einer Tastatur, einem Touchscreen-Bildschirm und einem Barcode-Leser ausgestattet und mit Datenerfassungsmodulen verbunden, mit deren Hilfe alle Behandlungsparameter in Real-Zeit verfolgt und analysiert werden können.

Das Synergo® transurethrale RF-Ablationsinstrument (Synergo®-RF-Applikators) ist in einen Silikonkatheter integriert über den parallel zur RF-Radiation die intravesikale Medikamenteninstillation erfolgt. Das transurethale RF-Ablationsinstrument ist mit einer miniaturisierten RF-Antenne ausgestattet, die die Blasenwände bestrahlt und mit den ebenfalls integrierten Miniatur-Thermosensoren die Temperatur des Blasengewebes und der Harnröhre an 5 verschiedenen Stellen während der Behandlung überwacht.

Die Synergo®-Methode ist seit 2001 im Einsatz, auch in verschiedenen Krankenhäusern in Deutschland, und ist unter Urologen bekannt. Bislang gilt die Mikrowellen-induzierte Thermo-Chemotherapie (Synergo®) als nachweislich sichere und effiziente Behandlungsmethode für Patienten, die am nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinom erkrankt sind – auch laut EAU-Richtlinien [European Association of Urology].

 

WIRKUNGSMECHANISMUS DER RF-INDUZIERTEN SYNERGO®-THERMO-CHEMOTHERAPIE

Synergismus von lokaler RF-Radiation des Blasengewebes und Instillation gekühlter lokaler Chemotherapie zur Erhöhung der Medikamentenstabilität und des Patientenkomforts sowie zum Schutz von prostatischem und urethralem Gewebe.

Die lokalen nicht-ionisierende RF-Radiation erhöht zusätzlich die inter- und intrazelluläre Medikamentenmobilität und Aufnahme der Medikamente in der Zelle durch selektive Mikroporierung der Zellmembrane, Entkopplung der Adhesionen zwischen Krebszellen und durch Aufladung der Medikamentenmoleküle mit den erzeugten Foucault-Strömen, was zur aktiven Diffusion beiträgt.

Realzeit-Temperaturmessung an 5 Standorten; 3 an Blasenwänden, 2 an der Harnröhre.

Diese Tri-Modalität von RF, Chemotherapie und thermische Gewebemodulation ist das Erfolgsrezept für die Behandlung des nicht-muskelinvasiven Blasenkrebses

Haftungsausschluss

Obwohl klinische Studien die Wirksamkeit der Synergo® RF-Thermo-Chemotherapie bei der Behandlung von nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs (oberflächlichem Harnblasenkarzinom)  belegen, können die Ergebnisse variieren. Es gibt keine Garantie für ein befriedigendes Ergebnis. Bevor Sie über die Behandlungsmöglichkeiten entscheiden, besprechen Sie diese mit Ihrem Arzt. Das Verständnis der Risiken der jeweiligen Behandlung kann Ihnen helfen, die beste Entscheidung für Ihre individuelle Situation zu treffen. Eine Synergo Behandlung ist nicht immer für jeden Einzelfall geeignet und ist eventuell in Ihrem Fall nicht anwendbar. Fragen Sie immer Ihren Arzt über alle Behandlungsmöglichkeiten, deren Risiken und Vorteile. Nur Ihr Arzt kann feststellen, ob Synergo für Ihre Situation geeignet ist.